Häufige Fragen und Antworten zur Impfung.

Impfpflicht für über 50-Jährige

Ich bin 50 geworden, muss ich mich impfen lassen?

Artikel 1 des Gesetzesdekrets 1/2022 führt die Pflicht zur Schutzimpfung für italienische Staatsangehörige und Bürgerinnen und Bürger anderer EU-Mitgliedstaaten mit Wohnsitz in Italien, sowie für ausländische Staatsangehörige ein, die im nationalen Gesundheitsdienst eingeschrieben sind oder nicht, und das Alter von 50 Jahren erreicht haben. Die Verpflichtung gilt auch für diejenigen, die nach dem Inkrafttreten des Gesetzesdekrets 50 Jahre alt werden, wobei die Frist bis zum 15. Juni 2022 gilt.

Ausgenommen sind Personen, die aufgrund einer festgestellten Gesundheitsgefährdung im Zusammenhang mit bestimmten klinischen Zuständen, die von einem zur Erteilung von Befreiungen befugten Arzt/Ärztin für Allgemeinmedizin oder einem Impfarzt, für befreit erklärt wurden.

Am 15. Juli wurde die Umwandlung des Gesetzesdekretes Nr. 50/2022 in das Gesetz Nr. 91/2022 im Amtsblatt Nr. 164 veröffentlicht, das im Artikel 51-ter die Änderung von Artikel 4-sexies des Gesetzesdekretes Nr. 44/2021 einführte, wodurch die Impfpflicht vom 1. Februar auf den 15. Juni 2022 verschoben wurde. Diese Änderung trat am 16. Juli 2022 in Kraft.

Wer am 15. Juni 2022 der Impfpflicht nicht nachgekommen ist, muss mit einer Geldstrafe in Höhe von 100 Euro rechnen.

Die Impfpflicht ist in diesen drei Fällen nicht erfüllt: 

  • Personen über 50, die am 15. Juni 2022 noch nicht mit dem ersten Impfzyklus begonnen haben
  • Personen, die am 15. Juni 2022 noch nicht die letzte Dosis des ersten Impfzyklus erhalten haben;
  • Personen, die ab dem 15. Juni 2022 die Auffrischungsdosis nach dem ersten Impfzyklus (nach 180 Tagen) nicht erhalten haben. 

Der für die Provinz Bozen zuständige Sanitätsbetrieb wird die bereits bearbeiteten Fälle von Nutzern, die am 1. Februar säumig waren, aber am 15. Juni die Auflagen erfüllt haben, nicht erneut prüfen, da die Unterbrechung des Sanktionsverfahrens zentral vom Gesundheitsministerium vorgenommen wird.

Quellen

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 25.07.2022

Ich arbeite für ein privates Unternehmen, muss ich mich impfen lassen?

Seit dem 15. Februar 2022 benötigen Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen im öffentlichen und privaten Bereich, die 50 Jahre und älter sind, den verstärkten Grünen Pass, um Zugang zu ihrem Arbeitsplatz zu erhalten.

Der verstärkte Grüne Pass (auch als "Super Green Pass" bezeichnet) kann nur erworben werden, wenn Sie geimpft oder von Covid-19 genesen sind. Dies gilt nicht für Personen, die nur einen negativen Antigen- oder molekularen Abstrich haben.

Ohne diese Art von Bescheinigung gelten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer über 50 Jahre als ungerechtfertigt abwesend, ohne disziplinarische Konsequenzen und mit dem Recht auf Weiterbeschäftigung, bis sie die grüne Bescheinigung vorlegen, auf jeden Fall aber bis zum 15. Juni 2022. Für Tage unentschuldigter Abwesenheit wird kein Arbeitsentgelt oder eine andere Entschädigung oder Belohnung ausgezahlt.

Ab dem 15. Februar 2022 wird ein Bußgeld zwischen 600 und 1.500 Euro fällig, wenn eine/ein über 50-Jährige/r am Arbeitsplatz ohne verstärkten Green Pass angetroffen wird.

Quellen

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 08.04.2022

Wie hoch ist die Geldstrafe?

Das Bußgeld beträgt einmalig 100 Euro, sprich jeder Bürger und jede Bürgerin kann nur einmal im Leben mit diesem Bußgeld belegt werden.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 08.04.2022

Ich habe den Bußgeldbescheid erhalten, was soll ich tun?

Sie können innerhalb einer Frist von zehn Tagen nach Erhalt der Mitteilung über die Einleitung der Sanktionsmaßnahme beim örtlich zuständigen Sanitätsbetrieb https://strafevaxsanzione.sabes.it/app/#/app/login einen Antrag stellen, um die versäumte Impfung zu begründen und gegebenenfalls die für die Bewertung der Impfbefreiung erforderlichen Unterlagen beifügen (jede Bescheinigung über die Aufschiebung oder Befreiung der Impfpflicht oder über andere Gründe der absoluten und objektiven Unmöglichkeit).

Innerhalb der genannten Frist von zehn Tagen muss die Agentur der Einnahmen- Eintreibung (AdER) über die Einreichung dieser Mitteilung beim zuständigen Sanitätsbetrieb informiert werden. Wer keinen SPID-Zugang hat, kann nun auch eine zertifizierte Mail schicken an protocollo@pec.agenziariscossione.gov.it mit der Angabes des Datums und der Provinz (Autonome Provinz Bozen). Am 10.08.2022 hat Frau Dr. Battilomo vom Gesundheitsministerium mitgeteilt, dass diese Mitteilung aber nicht ein wesentlicher Bestandteil des Verfahrens ist.

Der zuständige Sanitätsbetrieb verfügt über zehn Tage, um die vorgelegten Unterlagen zu prüfen, und muss innerhalb dieser Frist, einschließlich eines eventuellen Gesprächs mit der betroffenen Person, den AdER über die Gültigkeit des Antrags auf Impfbefreiung informieren, indem er eine Bescheinigung über das Nichtbestehen der Impfpflicht oder die Unmöglichkeit ihrer Erfüllung übermittelt.

Wenn der zuständige Sanitätsbetrieb nicht bestätigt, dass die Impfpflicht nicht besteht oder nicht erfüllt werden kann, stellt die AdER die vorgesehene Strafe über 100 € aus.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 12.08.2022

Kann ich Berufung einlegen?

Wenn der Bürger oder die Bürgerin gegen die von der Agentur der Einnahmen- Eintreibung (AdER) verhängte Strafe Einspruch erheben möchte, muss er sich innerhalb von 30 Tagen nach Erhalt des Bußgeldbescheids an das Friedengericht wenden. Im Laufe des Verfahrens muss der Bürger oder die Bürgerin nachweisen, dass er/sie von der Impfpflicht befreit ist.

Das Friedensgericht kann sich das Recht vorbehalten, einen CTU zu ernennen, d.h. einen gerichtlich bestellten technischen Berater, dessen Kosten vom Kläger im Voraus bezahlt werden und zu dem einheitlichen Beitrag für die Einleitung des Verfahrens hinzukommen. Im Falle eines Rechtsstreits übernimmt die Staatsadvokatur die Schirmherrschaft von AdER.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 08.04.2022

Ich habe eine Impfbefreiungsbescheinigung in Papierform. Gilt diese Bescheinigung für die Zwecke der Befreiung als gültig?

Die bisher in Papierform ausgestellten Befreiungen der Covid-19-Impfung sind bis spätestens 27. Februar 2022 gültig, danach können sie nicht mehr verwendet werden. Ab dem 08. Februar 2022 kann sich jeder, der im Besitz einer Papierbescheinigung ist, an einen autorisierten Arzt/Ärztin (seinen Hausarzt, ausgewählte Impfärzte) wenden, der dem Patienten bzw. der Patientin eine neue Bescheinigung in digitaler Form ausstellt. Im Falle einer Befreiung kann der Arzt/die Ärztin, der/die die ursprüngliche Papierbescheinigung ausgestellt hat, diese in digitaler Form neu ausstellen, ohne dass sich die betreffende Person einer weiteren Untersuchung unterziehen muss.

Quellen

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 08.04.2022

Ich kann kein Ticket eröffnen, was soll ich tun?

Wenn Sie nicht in der Lage sind, innerhalb von zehn Tagen nach Erhalt des Bescheids über die Einleitung der Sanktionsmaßnahme, ein Ticket beim zuständigen Sanitätsbetrieb https://strafevaxsanzione.sabes.it/app/#/app/login zu eröffnen, um Ihre Nichtimpfung zu begründen und gegebenenfalls die für die Beurteilung der Impfausnahme erforderlichen Unterlagen beizufügen, können Sie eine E-Mail an infovax@sabes.it senden, in der Sie in der Betreffzeile "Sanktion" oder "Strafe" angeben und erklären, warum Sie nicht in der Lage waren, das Ticket zu eröffnen und die erforderlichen Daten und Unterlagen beizufügen.

Welche Daten sind erforderlich?

  • Vorname
  • Nachname
  • Geburtsdatum
  • Abgabenordnung
  • E-Mail Adresse
  • Wohnort
  • Eigenerklärung (obligatorische Anlage)
  • Identifikationsnummer der Mitteilung über die Einleitung des Sanktionsverfahrens
  • Datum des Eingangs

 Der Sanitätsbetrieb übernimmt keine Verantwortung für die Richtigkeit der Daten. Insbesondere wenn die Person ein falsches Empfangsdatum der Mitteilung angibt, können die zehn Tage ab Erhalt der Mitteilung abgelaufen sein. Es ist daher zu beachten, dass eine vom Sanitätsbetrieb ausgestellte Bescheinigung und die anschließende Mitteilung der "bestätigten Meldung" an die Person NICHT dazu berechtigt, ein Recht auf Befreiung in Anspruch zu nehmen, weil die Meldung verspätet erfolgt ist. Der Sanitätsbetrieb behält sich das Recht vor, gegen Falschangaben gemäß dem Präsidialerlass 445/2000 vorzugehen.

Der Sanitätsbetrieb verfügt über zehn Tage, um die vorgelegten Bescheinigungen zu prüfen, und muss innerhalb dieser Frist, einschließlich eines eventuellen Gesprächs mit der betroffenen Person, den AdER über die Gültigkeit des Antrags auf Impfausnahme informieren.

Wenn der zuständige Sanitätsbetrieb nicht bestätigt, dass die Impfpflicht nicht besteht oder nicht erfüllt werden kann, stellt die AdER die vorgesehene Strafe über 100 € aus.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 08.04.2022

Covid-19-Impfung - Impfungen für Kinder und Jugendliche

Können sich Kinder und Jugendliche impfen lassen?

Ja. Kinder zwischen 5 und 11 Jahren bekommen den Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer, und zwar in einer niedrigeren Dosis, nämlich 1/3 der für Jugendliche und Erwachsene zugelassenen Dosierung und in einer speziellen Formulierung für Kinder. Jugendliche ab 12 Jahren werden mit der für die Erwachsenen festgesetzten Dosierung des Impfstoffs von BioNTech/Pfizer geimpft.

Quelle: Gesundheitsministerium, Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 13.01.2022
 

Gibt es einen Impfstoff, mit dem Kinder zwischen 5 und 11 Jahren vor Covid geschützt werden können?

Ja, für Kinder im Alter zwischen 5 und 11 Jahren steht der Impfstoff Comirnaty von BioNTech/Pfizer zur Verfügung. Es handelt sich um einen mRNA-Impfstoff, der schon bei Jugendlichen ab 12 Jahren und Erwachsenen eingesetzt wird. Der einzige Unterschied bei der Anwendung für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren im Vergleich zur Anwendung  bei Erwachsenen besteht darin, dass eine geringere Menge verabreicht wird (nämlich 1/3 der üblichen Dosis, also 10µg im Vergleich zu 30µg). Wie auch bei den anderen Altersgruppenist die Gabe von 2 Dosen im Abstand von 3 Wochen in Form einer intramuskulären Injektion in den Oberarm vorgesehen. Derzeit ist der Impfstoff von Pfizer-BioNtech der einzige für Kinder zwischen 5 und 11 Jahren zur Verfügung stehende Impfstoff.

(Auf Grundlage FAQ Region Latium)

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 07.12.2021
Warum sollen Kinder geimpft werden?
Laut der wissenschaftlichen technischen Kommission der italienischen Arzneimittelbehörde AIFA (CTS) kann bei Kindern - obwohl Infektionen mit SARS-CoV-2 bei Kindern meist milder verlaufen - das damit zusammenhängende sogenannte pädiatrische inflammatorische Multiorgansysdrom (PIMS) auftreten, welches oft sogar eine Behandlung auf der Intensivstation zur Folge hat.
Außerdem betont die CTS, dass die Impfung, abgesehen davon, dass sie eine Infektion sowie mögliche damit zusammenhängende Konsequenzen verhindert, andere positive Aspekte mit sich bringt, wie die Möglichkeit die Schule zu besuchen und an einem normalen sozialen Leben mit Freizeit- und Erziehungsangeboten teilzuhaben. Dies ist besonders für die psychische und Persönlichkeits-Entwicklung im Kindheitsalter von Bedeutung.
Abgesehen von diesen unmittelbaren Vorteilen trägt die Impfung von Kindern zu einer Erhöhung der Impfquote der Gesamtbevölkerung bei und damit einhergehend auch zu einem größeren Schutz von gefährdeten Personen aller Altersgruppen, besonders von jenen, die mit den Kindern zusammenleben.

Quelle: Gesundheitsministerium, Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 07.12.2021

Ist die Impfung für meine Tochter/meinen Sohn sicher?
Ja. Zulassungsstudien für diese Altersgruppe haben gezeigt, dass sie mit einer Wirksamkeit von 91% vor einer Erkrankung mit COVID-19 schützt. Analog wie bei älteren Jugendlichen und Erwachsenen können auch bei Kindern nach der Coronaschutzimpfung lokale Impfreaktionen wie Schmerzen oder Schwellungen auftreten oder Reaktionen des Allgemeinbefindens wie Fieber, Unwohlsein oder Müdigkeit, die gewöhnlich nur 1-2 Tage lang andauern. Kinder ab 5 Jahren können gegen COVID-19 geimpft werden, die Sicherheit und Wirksamkeit wurden genau überwacht und Zulassungsstudien für die Altersgruppe von 5-11 Jahren wurden durchgeführt.

(Auf Grundlage FAQ Region Latium)

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 07.12.2021

Warum sollte ich meine Tochter/meinen Sohn impfen lassen?
Die Coronaschutzimpfung kann mithelfen, Ihr Kind vor einer Erkrankung mit COVID-10 zu schützen. Obwohl im Vergleich zu Erwachsenen eine geringere Anzahl von Kindern und Jugendlichen an COVID-19 erkrankt, können sich auch Kinder mit dem SARS-CoV-2-Virus infizieren, erkranken und andere Personen anstecken. Außerdem wurde in einigen seltenen Fällen bei Kindern ein sogenanntes pädiatrisches inflammatorisches Multiorgansyndrom (PIMS), hervorgerufen durch eine Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus, beschrieben, welches besonders schwer verlaufen kann. Indem Sie Ihr Kind impfen lassen, helfen Sie ihm in erster Linie, sich selbst zu schützen, aber auch Ihre gesamte Familie. Die Impfung wird derzeit allen Kindern ab 5 Jahren empfohlen, weil sie sowohl für die Kinder selbst als auch für ihre Angehörigen sicher ist.

(Auf Grundlage FAQ Region Latium)

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 07.12.2021

Welches sind die häufigsten Nebenwirkungen bei Kindern?
Nach Verabreichen der Impfung kann es zu einigen Impfreaktionen kommen, welche normale Reaktionen des Körpers darstellen und zeigen, dass ein Schutz gegen die Krankheit gebildet wird. Gewöhnliche Impfreaktionen sind Schmerzen, Rötung und Schwellungen an der Einstichstelle, sowie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Schüttelfrost, Fieber und Übelkeit. Diese Impfreaktionen können unter Umständen die Alltagstätigkeiten beeinflussen, verschwinden jedoch innerhalb von einigen Stunden bzw. Tagen. Sanitätsbehörden und Wissenschaft setzen die Überwachung der Eilzulassung fort und registrieren eventuelle seltene Nebenwirkungen der Impfung.

(Auf Grundlage FAQ Region Latium)

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 07.12.2021
Soll mein Kind auch dann geimpft werden, wenn es an Covid-19 erkrankt war und genesen ist?
Ja, falls es eine Infektion hatte, die mit einem positiven PCR-Test nachgewiesen worden ist.
Es ist möglich, eine Einzeldosis der Coronaschutzimpfung durchzuführen, sofern die Impfung bevorzugt innerhalb von 6 Monaten nach der bestätigten SARS-CoV-2-Erkrankung gemacht wird.
Die Ermittlung des Antikörpertiters ist nicht notwendig, um zu entscheiden, ob die Impfung gemacht werden soll.
Falls mehr als 12 Monate nach der Erkrankung vergangen sind, ist es notwendig, 2 Impfdosen zu verabreichen, um einen geeigneten Schutz zu erlangen.
Falls eine Therapie mit monoklonalen Antikörpern oder Convaleszent Plasma gegen COVID-19 durchgeführt worden ist, ist es notwendig 90 Tage zu warten, bevor eine Impfung gegen COVID-19 erfolgen kann.
Falls Sie sich nicht sicher sind, welche Behandlung Ihr Kind erhalten hat oder bei anderen Fragen zur Impfung sprechen Sie mit dem Kinderarzt.

(Auf Grundlage FAQ Region Latium)

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 07.12.2021
Sollte mein Kind, wenn es eine durch einen PCR-Test bestätigte Covid-19-Infektion hatte und ein primäres bzw. aufgrund von Medikamenteneinnahme sekundäres schwaches Immunsystem hat, nur eine einzige Impfdosis erhalten?
All jene, die ein supprimiertes Immunsystem haben, sollten, dem Impfschema entsprechend, 2 Impfdosen erhalten.

(Auf Grundlage FAQ Region Latium)

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 07.12.2021
Was muss ich vor der Impfung beachten?
Reden Sie mit Ihrem Kind vor der Impfung, um es gut darauf vorzubereiten
Es ist nicht ratsam, vorbeugend Schmerzmittel zu verabreichen, um eventuelle Nebenwirkungen zu vermeiden
Teilen Sie dem Impfarzt eventuelle Allergien des Kindes mit
Um Verletzungen durch Ohnmachtsanfälle vorzubeugen, sollten das Kind während der Impfung sitzen oder liegen

Quelle: Istituto Superiore di Sanità, Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 14.12.2021
Was ist nach der Impfung zu beachten?
Nach der Impfung sollte das Kind 15-30 Minuten unter Beobachtung bleiben, bevor es das Impfzentrum verlässt. Dies dient dazu, dass im Falle einer allergischen Reaktion sofort eingegriffen werden kann.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Istituto Superiore di Sanità; Stand: 14.12.2021

Covid-19-Impfung - Auffrisch-Impfung

Wer kann die zweite Auffrischimpfung (zweiter Booster, Viertimpfung) in Anspruch nehmen?

Die Möglichkeit der zweiten Auffrischimpfung (Viertimpfung) gilt für alle Personen über 60, deren Impfung oder auch letzte Corona-Infektion länger als 120 Tage her ist sowie für sog. „ultrafragile“ Menschen, d.h., Risikopatientinnen und -patienten ab 12 Jahren.
In den Impfzentren können Impftermine vorgemerkt werden, und zwar online ab Mittwoch, 13. Juli 09:00 Uhr unter https://sanibook.sabes.it/.
Alle Impftermine sind auf der Webseite des Südtiroler Sanitätsbetriebes unter folgendem Link ersichtlich: https://www.coronaschutzimpfung.it/de/impftermine/alle-impftermine.

Einige Hausärzte/Apotheken impfen ebenso. Wie bisher, dürfen in den Apotheken nur Personen, die keine Medikamente einnehmen bzw. keine Vorerkrankungen haben, geimpft werden.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 13.07.2022

Dürfen Menschen aus anderen italienischen Regionen die Viertimpfung in Südtirol durchführen lassen?

Ja, das ist möglich, falls die Person über eine italienische Steuernummer verfügt und den Impfstatus nachweisen kann, damit die Daten ordnungsgemäß eingegeben werden können. Zudem sollte ein Aufenthalt von mindestens 2 Wochen in Südtirol nachgewiesen werden können.

Es wird empfohlen, sich online hier vorzumerken. Alternativ ist auch eine telefonische Anmeldung unter 0471/0472/0473/0474 100 100 möglich.

Die Auflistung der Impftermine finden Sie unter https://www.coronaschutzimpfung.it/de/impftermine/alle-impftermine

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 14.07.2022

Was ist eigentlich eine Auffrisch- bzw. Booster-Impfung?

Dabei handelt es sich um eine weitere Impfung: Vollständig geimpfte Personen erhalten eine zusätzliche Dosis eines zugelassenen Impfstoffs gegen Covid-19. Diese Impfung wird auch als Booster bezeichnet, weil damit der im Laufe der Zeit nachlassende Immunschutz wieder stimuliert wird. Das Gesundheitsministerium hat dazu ausschließlich die Verwendung eines mRNA-Impfstoffes (Pfizer oder Moderna) genehmigt, unabhängig davon, welcher Impfstoff zuvor verwendet worden ist.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 18.11.2021 

Warum ist die Auffrisch- oder Booster-Impfung wichtig?

Aktuelle Daten zeigen, dass die Impfwirkung, auch bezüglich der Verhinderung einer Erkrankung mit Symptomen, wieder nachlässt. Wie lange der Immunschutz anhält, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie vom verwendeten Impfstoff, der spezifischen Immunantwort oder dem Lebensalter. Je länger die Impfung zurückliegt, desto höher wird die Wahrscheinlichkeit sich zu infizieren.
Die Auffrisch-Impfung führt binnen weniger Tage zu einem starken Anstieg des Antikörpertiters, sodass sehr rasch wieder ein guter Schutz gegeben ist.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 18.11.2021  

Welche Erfahrungen gibt es bisher mit der Auffrisch- oder Booster-Impfung?

Gemäß wissenschaftlichen Erkenntnissen erhöht eine Corona-Auffrisch-Impfung die Schutzwirkung der Impfung wieder beträchtlich. In Israel wurden z.B. bei Dreifach-Geimpften 10 Mal weniger Infektionen und knapp 20 Mal weniger schwere Erkrankungen nachgewiesen als bei Zweifach-Geimpften.   
Die Auffrisch- oder Booster-Impfung trägt demnach zur Verstärkung des Immunschutzes aller Bevölkerung- und Altersgruppen bei.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 18.11.2021  

Sollte vor der Auffrisch-Impfung gegen COVID-19 eine Antikörperbestimmung durchgeführt werden?
Fälschlicherweise nehmen viele Menschen an, dass bei hohem Antikörperspiegel nach der Grundimmunisierung gegen Covid-19 oder einer SARS-CoV-2-Infektion keine (Auffrisch-)Impfung verabreicht werden sollte. Das ist jedoch nicht korrekt.

Es ist nicht bekannt, ab welchem Wert von einem ausreichenden Schutz vor der Erkrankung ausgegangen werden kann. Es ist daher auch nicht empfohlen, vor der Verabreichung der (Auffrisch-)Impfung mittels serologischer Antikörpertestung zu prüfen, ob weiterhin ein Schutz vor COVID-19 besteht. Sicherheitsbedenken für eine (Auffrisch-)Impfung bei noch bestehender Immunität gibt es nicht.

Quelle: Robert-Koch-Institut, Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 17.11.2021

Wer sollte jetzt eine Auffrisch- oder Booster-Impfung bekommen?

Die Auffrisch-Impfung wird allen Menschen empfohlen, deren letzte Impfung mindestens 4 Monate zurückliegt. Patientinnen und Patienten mit Immundefiziten sollten sich bereits 28 Tage nach der letzten Impfung einen Booster verabreichen lassen.

Quelle: Gesundheitsministerium, Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 10.01.2022 

Kann ich eine Auffrisch-Impfung bekommen, wenn ich im Ausland bereits mit einem nicht in der EU zugelassenen COVID-19-Impfstoff (z.B. Sinovac, Sputnik usw.) geimpft worden bin?

Personen, die im Ausland bereits mit einem nicht in der EU zugelassenen COVID-19-Impfstoff geimpft worden sind, können eine Auffrischdosis mit einem m-RNA-Impfstoff in den zugelassenen "Booster"-Dosierungen frühestens nach 28 Tagen und maximal bis zu 6 Monaten (180 Tagen) nach Abschluss ihres Impfzyklus erhalten. Der Abschluss eines derartigen integrierten Impfzyklus wird als gleichwertig anerkannt und berechtigt zum Greenpass.
Bei Überschreitung des maximalen Zeitraums von 6 Monaten nach Abschluss des Impfzyklus mit einem in der EU nicht zugelassenen Impfstoff, oder wenn dieser nicht abgeschlossen worden ist, kann ein vollständigen Impfzyklus mit m-RNA-Impfstoff durchgeführt werden.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 18.11.2021  

Ich wurde mit Janssen (Johnson & Johnson) geimpft und habe bereits eine zweite Impfung erhalten. Gelte ich in Österreich als „geboostert“?
Nein. Die Impfung mit dem Impfstoff von Janssen und eine anschließende zweite Impfung entspricht der Immunisierung durch zwei Teilimpfungen. Um als „geboostert“ zu gelten ist eine weitere Impfung, mindestens 120 Tage nach der 2. Impfung, notwendig.

Erfolgte die Impfung mit Janssen nach einer Genesung, gilt eine weitere Impfung (in diesem Fall die 2. Impfung) nach 120 Tagen bereits als „Booster“.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 28.01.2022

Impfung Covid-19 - Verfügbare Impfstoffe

Was ist Nuvaxovid (Impfstoff Novavax)?

Nuvaxovid ist ein Impfstoff zur Vorbeugung von COVID-19, verursacht durch das Virus SARS-CoV-2, für Personen ab 18 Jahren. Nuvaxovid beinhaltet das Spike-Protein (S), rekombinant mit SARS-CoV-2, welches normalerweise auf der viralen Oberfläche vorhanden ist und den Hauptmechanismus des Virus zur Infektion der Schutzzellen darstellt.

Quelle: European Medicines Agency (EMA), Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 24.02.2022

In wie vielen Dosen und in welchem Abstand wird Nuvaxovid verabreicht?

Nuvaxovid wird als Zyklus mit 2 Dosen in Abständen von 3 Wochen in den Oberarmmuskel verabreicht.

Quelle: European Medicines Agency (EMA), Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 24.02.2022

Wie funktioniert Nuvaxovid?

Nuvaxovid bereitet den Organismus darauf vor, sich gegen den Kontakt mit dem Virus zu verteidigen. Es enthält eine im Labor hergestellte Version des Spike-Proteins (S) sowie eine Substanz (adjuvant), welche die spezifische Immunantwort gegen das Protein S unterstützt. Sobald beide Komponenten der Impfung verabreicht werden, werden die Immunantworten der B- und T-Lymphozyten gegen das Protein S aktiviert, inklusive der neutralisierenden Antikörper, welche bei einem nachfolgenden Kontakt mit dem Virus SARS-CoV-2 das Spike-Protein erkennen und den Schutz aktivieren.

Quelle: European Medicines Agency (EMA), Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 24.02.2022

Können Personen, die bereits COVID-19 hatten, mit Nuvaxovid geimpft werden?

In Versuchen wurden keine weiteren Nebenwirkungen bei Personen, die mit Nuvaxovid geimpft wurden und bereits COVID-19 hatten, festgestellt.

Quelle: European Medicines Agency (EMA), Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 24.02.2022

Kann Nuvaxovid die Übertragung des Virus von einer Person zur anderen verringern?

Die Auswirkung der Impfung mit Nuvaxovid auf die Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus in der Gesellschaft ist noch nicht bekannt.

Quelle: European Medicines Agency (EMA), Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 24.02.2022

Wie lange hält der Schutz mit Nuvaxovid an?

Derzeit gibt es noch keine Daten dazu. Die Antworten auf diese Frage werden in den nächsten Monaten eintreffen. In klinischen Studien werden geimpfte Personen für maximal 2 Jahre überwacht, um vermehrte Daten über die Dauer der Schutzwirkung zu erhalten.

Quelle: European Medicines Agency (EMA), Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 24.02.2022

Dürfen Kinder mit Nuvaxovid geimpft werden?

Derzeit wird Nuvaxovid für Personen unter 18 Jahren nicht empfohlen.

Quelle: European Medicines Agency (EMA), Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 24.02.2022

 

Können immunkompromittierte Personen mit Nuvaxovid geimpft werden?

Es stehen limitierte Daten zu immunkompromittierten Personen zur Verfügung. Obwohl es möglich ist, dass diese Gruppe nicht so gut auf den Impfstoff reagiert, gibt es keinerlei größere Sicherheitsprobleme. Immunkompromittierte Personen können geimpft werden, weil sie im Falle einer COVID-19-Infektion ein höheres Risiko tragen könnten.

Quelle: European Medicines Agency (EMA), Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 24.02.2022

Dürfen schwangere oder stillende Frauen mit Nuvaxovid geimpft werden?

Tierversuche haben keine schädliche Wirkung in der Schwangerschaft gezeigt. Trotzdem sind die Daten zu Nuvaxovid während der Schwangerschaft limitiert. Auch wenn es keine eigenen Studien zum Stillen gibt, ist kein Risiko zu vermuten. Die Entscheidung, ob die Impfung in der Schwangerschaft verabreicht wird, sollte in enger Absprache mit dem Gesundheitspersonal nach Abwägung der Vorteile und Risiken fallen.

Quelle: European Medicines Agency (EMA), Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 24.02.2022

Dürfen Personen mit Allergien mit Nuvaxovid geimpft werden?

Unter den Personen, die gegen COVID-19 geimpft wurden, sind Fälle von analphylaktischem Schock (schwere allergische Reaktion) aufgetreten. Deshalb muss Nuvaxovid, wie alle Impfstoffe, unter strenger Aufsicht verabreicht werden, mit der Sicherstellung der notwendigen medizinischen Versorgung. Jene Personen, welche eine schwere allergische Reaktion nach der ersten Dosis mit Nuvaxovid entwickelt haben, dürfen keine zweite Dosis erhalten.

Quelle: European Medicines Agency (EMA), Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 24.02.2022

Welche Risiken birgt Nuvaxovid?

Die am häufigsten beobachteten Nebenwirkungen bei den Studien zu Nuvaxovid waren generell leichter oder mittlerer Natur und verschwinden wenige Tage nach der Impfung. Zu diesen zählen Kopfschmerzen, Übelkeit (Krankheitsgefühl) oder Erbrechen, Muskeln- und Gelenksschmerzen, Juckreiz oder Schmerz an der Einstichstelle, Müdigkeit oder Unwohlsein. Dies wurde von mehr als einer Person auf 10 berichtet.

Rötungen und Schwellungen des Injektionsbereiches, Fieber, Schüttelfrost und Gelenksschmerzen wurden von weniger als einer Person auf 10 berichtet. Vergrößerte Lymphknoten, Bluthochdruck, Ausschlag, Hautrötung, Juckreiz und juckender Hautausschlag sind als nicht-häufige Nebenwirkungen genannt (weniger als eine Person auf 100).

Quelle: European Medicines Agency (EMA), Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 24.02.2022

Warum wurde Nuvaxovid von der EU genehmigt?

Nuvaxovid bietet einen hohen Schutz gegen COVID-19, unabdingbar in der aktuellen Pandemie. Die ersten Beweise haben gezeigt, dass der Impfstoff eine Wirksamkeit von rund 90% hat. Der Großteil der Nebenwirkungen ist leichterer bis mittlerer Natur und verschwindet innerhalb weniger Tage.

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat deshalb entschieden, dass die Vorteile von Nuvaxovid höher zu bewerten sind als die Risiken und hat die Autorisierung für den Fachmarkt erteilt. Das bedeutet, dass noch weitere wissenschaftliche Beweise zu diesem Impfstoff bekannt werden, welche die Agentur veröffentlichen wird. Diese wird alle neuen Informationen überprüfen und den Überblick bei Bedarf auf den neuesten Stand bringen.

Quelle: European Medicines Agency (EMA), Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 24.02.2022

Welche Maßnahmen werden angewandt, um Nuvaxovid sicher und wirksam zu verabreichen?

Die Empfehlungen und Vorsichtsmaßnahmen für das Gesundheitspersonal und die Patienten für eine sichere und wirksame Verabreichung von Nuvaxovid müssen den Vorgaben zu den Charakteristiken des Impfstoffes und dem dazugehörigen Beipackzettel entsprechen. Es ist außerdem ein Risikoplan für Nuvaxovid in Ausarbeitung, welcher Informationen zur Sicherheit, aber auch zur Beschaffung von weiteren Informationen und zur Vermeidung eventueller Risiken enthält.

Die Sicherheitsmaßnahmen für Nuvaxovid werden mit dem Plan für die Überwachung der Sicherheit in der EU für die COVID-19-Impfstoffe abgestimmt, um zu garantieren, dass neue Sicherheitsinformationen rasch gesammelt und analysiert werden können. Die Produktionsfirma des Medikamentes stellt monatliche Sicherheitsberichte zur Verfügung.

Wie bei allen Medikamenten, werden die Daten zum Verbrauch von Nuvaxovid ständig überwacht. Verdächtige Nebenwirkungen werden genauestens bewertet; dies, um jedwede Maßnahme zu unternehmen, welche notwendig ist, um die Personen zu schützen, denen der Impfstoff verabreicht wird.

Quelle: European Medicines Agency (EMA), Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 24.02.2022

Wann wurde Nuvaxovid zugelassen?

Nuvaxovid hat die Genehmigung für den EU-Markt mit 20. Dezember 2021 erhalten.

Quelle: European Medicines Agency (EMA), Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 24.02.2022

 

Welche Impfstoffe stehen zur Verfügung?

Zur Zeit stehen in Italien die Impfstoffe Pfizer und BioNTech, Moderna, Vaxzevria (ex AstraZeneca), Johnson & Johnson und Nuvaxovid (Novavax) zur Verfügung.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 29.04.2021

Was ist in einem Boten-RNA-Impfstoff enthalten und wie wirkt er?

Eine Boten-RNA ist ein kleines Stück des genetischen Codes, der benötigt wird, um eines oder mehrere Virus-Eiweiße herzustellen. Im Fall der Impfung gegen das Coronavirus enthält die Boten-RNA lediglich die Information zur Herstellung der stachelförmigen Oberflächen-Eiweiße (Spike-Protein) des Coronavirus. Die Impfung kann somit kein COVID-19 verursachen. Die Boten-RNA ist in winzigen Fettkügelchen eingeschlossen, damit sie in den Körper injiziert werden kann. Beide Impfstoffe enthalten keine Wirkverstärker/Adjuvantien (beispielsweise Aluminium oder andere). Sobald der Impfstoff in den Körper injiziert ist, werden die Fettkügelchen von den umliegenden Zellen „geschluckt“. Diese Zellen lesen den darin enthaltenen RNA-Code ab und stellen dann im Zeitraum von zwei Tagen die Oberflächen-Eiweiße des Virus her, welche anschließend vom menschlichen Immunsystem erkannt werden. Das Immunsystem produziert daraufhin Antikörper sowie spezialisierte weiße Blutkörperchen gegen die Oberflächen-Eiweiße. Damit wird das Coronavirus im Falle einer Infektion rasch erkannt.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 01.02.2021

Was ist ein Vektorimpfstoff und wie wirkt er?

Der Vektor enthält Teile des abgeschwächten Virus. Der Vektorimpfstoff wird injiziert, der Körper erkennt das abgeschwächte Virus als Angreifer und beginnt dagegen Antikörper zu produzieren.

Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 10.02.2021

Wie konnten diese Impfstoffe so schnell entwickelt werden?

Dafür gibt es verschiedene Gründe. Einerseits stand viel Geld zur Verfügung. So konnten sehr viele Forscher parallel forschen und deshalb schneller einen Impfstoff entwickeln. Gleichzeitig muss bei anderen Impfstoffen üblicherweise gewartet werden, bis eine gewisse Anzahl an Menschen effektiv erkrankt, um den Impfstoff testen zu können. In einer Pandemie wie dieser, in der Menschen sich ständig infizieren, kann auch schneller getestet werden.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 05.02.2021

Wieviel kostet die Impfung?

Die Impfung ist kostenlos.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 08.01.2021

Was versteht man unter einer heterologen Impfung? 
Das Gesundheitsministerium hat für alle Unter-60-Jährigen, welche vorab eine Dosis Vaxzevria (Ex-AstraZeneca) erhalten haben, angeordnet, dass diese den kompletten Impfzyklus mit der Zweitimpfung einer Dosis Comirnaty (Pfizer/BioNTech) oder Moderna, zu verabreichen nach 8-12 Wochen, beenden müssen. Durch den Wechsel des Impfstoffes wird diese Impfung auch heterologe oder Kreuzimpfung genannt. 
Deshalb wird der komplette Impfzyklus mit Vaxzevria nur mehr von Personen, welche mindestens 60 Jahre alt sind und die Erstdosis erhalten haben, abgeschlossen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb: Stand: 29.07.2021

Covid-19-Impfung - Impfsicherheit und -wirksamkeit

Warum soll man sich impfen lassen?

Tatsächlich verläuft COVID-19 etwa bei Kindern und jungen Erwachsenen meist mild. Trotzdem kann es auch in dieser Altersklasse zu schweren Verläufen mit Krankenhausaufenthalt und manchmal auch langer intensivmedizinischer Behandlung kommen. Aber vor allem bei Personen ab 60 Jahren oder Erwachsenen mit Risikofaktoren wie Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, chronischer Herz- oder Lungenerkrankung, Krebs, immunsupprimierender Behandlung und bei Patientinnen und Patienten mit fragilem Gesundheitszustand jeden Alters nimmt die Wahrscheinlichkeit eines schweren Krankheitsverlaufs zu.

Außerdem kann heute noch niemand abschätzen, welche Langzeitfolgen eine Erkrankung mit Covid-19 - auch mit nur leichten Symptomen - haben kann. Die Hinweise verdichten sich, dass es sehr wohl langfristige gesundheitliche Schäden durch eine Covid-19-Erkrankung geben könnte.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 01.02.2021

Ich bin mir bezüglich der Impfentscheidung unsicher. Was kann ich tun?

Akzeptieren Sie Ihre Zweifel voll und ganz. Diese anfängliche Unsicherheit bedeutet, dass etwas sehr wichtig ist und möglichst gut überlegt entschieden werden muss. Suchen Sie sich möglichst verlässliche Informationsquellen wie seriöse Zeitungen, öffentliche Rundfunk- und Fernsehnachrichten, Sendungen mit oder Beiträge von bekannten Wissenschaftlern. Sprechen Sie mit Personen, die Sie durch ihre Impferfahrung beraten können, sie können Ihnen genau erklären, welche Nebenwirkungen sie bemerkt haben. Bitte denken Sie daran: Nebenwirkungen spüren Sie vielleicht, den Schutz der Impfung spüren Sie nicht. Er kann aber Ihr Leben und das vieler anderer retten. Hilfe erhalten Sie auch unter der Webseite "Du bist nicht allein!".

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 12.04.2021

Könnte diese Impfung auch Covid-19 auslösen?

Absolut nicht. Keiner der von AIFA genehmigten Impfstoffe kann Covid auslösen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 08.04.2022

Verändert der Impfstoff die DNA?

Pfizer BioNTech und Moderna: Die Boten-RNA aus den Impfstoffen kann unser Erbgut nicht verändern, da dieses im Zellkern geschützt ist und die RNA nicht in den Zellkern eindringen kann. Es handelt sich also nicht um eine Gentherapie.
Vaxzevria (ex AstraZeneca): Auch dieser Vektorimpfstoff verändert menschliche Gene nicht. Der Träger (Vektor) enthält zwar DNA, aber er verfügt nicht über die nötigen Eigenschaften, um sich in menschliches Erbgut integrieren zu können.
Johnson & Johnson: Nein, dieser Impfstoff verändert die DNA in den menschlichen Chromosomen nicht. Die DNA des Vektors ist ein Adenovirus, welches so verändert wurde, dass es sich nicht in den menschlichen Zellen reproduzieren kann.
Nuvaxovid (Novavax): Nein. Im Vergleich zu den anderen ist Nuvaxovid ein proteinbasierter Impfstoff; eine Technologie, die bereits seit Jahren bekannt ist.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 08.04.2022

Wie lange hält der Impfschutz an?

Zum derzeitigen Stand weiß man nicht genau, wann der Impfschutz endet, es sind noch klinische Studien dazu im Laufen. Die meisten Studien zu den Impfstoffen sehen vor, dass Geimpfte für 2 Jahre überwacht werden, um weitere Informationen über die Schutzwirkung zu erhalten.

Bisherige Daten zeigen eine progressive Verminderung des Impfschutzes nach circa 5-6 Monaten ab dem Erstzyklus. Aus diesem Grund ist nach dieser Zeit auch die Auffrischimpfung vorgesehen. Zum heutigen Zeitpunkt müssen auch Geimpfte die Hygienemaßnahmen einhalten.  

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco; Stand: 01.12.2021

Birgt die Impfung gegen Sars-CoV-2 ein Risiko für Personen, die an Zöliakie leiden?

Es gibt keine wissenschaftlichen Hinweise, dass bei Menschen, die an Zöliakie leiden, im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ein höheres Risiko für unerwünschte Nebenwirkungen durch die Impfung gegen Sars-CoV-2 besteht. Für sie gelten dieselben Empfehlungen der Gesundheitsbehörden wie für die Bevölkerung im Allgemeinen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 12.01.2021

Ich habe den Zeitpunkt der zweiten Impfdosis versäumt. Was muss ich tun?
Auch wenn die vorgesehene Zeitspanne zwischen der Erst- und Zweitdosis überschritten ist, ist es empfehlenswert, den Impfzyklus zu beenden. Aktuelle Daten belegen, dass ein sog. „Boost-Effekt“ auch einige Zeit nach der Erstimpfung zu verzeichnen ist. Es wird daran erinnert, dass die Handhabung der Impfstoffe einer kontinuierlichen Überprüfung nach wissenschaftlichen Kriterien im Laufe der Zeit unterworfen ist.

Bitte einen passenden OPEN DAY-Termin aussuchen, oder, wenn eine Vormerkung notwendig ist, ein Mail samt der Telefonnummer schicken an: infovax@sabes.it

Quelle: Agenzia italiana del farmaco, Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 28.08.2021
Ist die Impfung sicher?

Der Impfstoff gegen das SARS-CoV2-Virus hat alle Überprüfungs- und Genehmigungsprozesse durchlaufen, die auch für andere Impfungen vorgesehen sind. Daran waren zehnmal so viele Personen beteiligt, wie bei vergleichbaren Studien zur Entwicklung eines Impfstoffes. So war es möglich, groß angelegte Studien für die Erprobung der Wirksamkeit und der Sicherheit durchzuführen. Außerdem ist das Verfahren nicht neu, es kommt aus der Krebsforschung und wird dort schon seit 25 Jahren am Menschen angewandt.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 05.02.2021

Welche Risiken haben diese neuen Impfstoffe?

Bei Personen, die bereits früher allergisch auf eine Impfung oder auf einen der Bestandteile der neuen Impfstoffe reagiert haben, können in seltenen Fällen allergische Reaktionen auftreten. Eine derartige allergische Reaktion lässt sich aber gut vor Ort behandeln.

Bei den beiden Vektorimpfstoffen Vaxzevria von AstraZeneca und Janssen von Johnson & Johnson ist es bei jüngeren Personen in sehr seltenen Fällen zu Thrombotischen Thromozytopenien gekommen, weswegen diese Impfstoffe auf Grundlage des Rundschreibens des italienisches Gesundheitsministeriums vom 11.06.2021 nur mehr an Personen ab 60 Jahren verabreicht werden.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 21.06.2021

Mit welchen Nebenwirkungen ist zu rechnen?

Die genannten Impfstoffe werden derzeit weltweit an mehrere Millionen Personen verabreicht. Bei einem Teil der Geimpften sind am Tag der Impfung oder in den folgenden ein bis zwei Tagen leichte Nebenwirkungen aufgetreten:
• Schmerzen an der Impfstelle
• Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Muskel- oder Gelenkschmerzen, Schüttelfrost, Fieber.
Die Symptome sind meist mild, in seltenen Fällen etwas ausgeprägter. Nach ein bis drei Tagen sind die Beschwerden vorüber, zur Linderung kann bei Bedarf Paracetamol eingenommen werden.
Generell treten bei den Impfstoffen Pfizer BioNTech und Moderna die Nebenwirkungen eher nach der zweiten Dosis auf, bei Vaxzevria (ex AstraZeneca) eher nach der ersten. 

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 019.02.2021

Was soll ich tun, wenn Nebenwirkungen auftreten?

Melden Sie aufgetretene Nebenwirkungen bitte an Ihren Arzt/Ihre Ärztin für Allgemeinmedizin bzw. an VigiCOVID.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 03.05.2021

Können geimpfte Personen andere infizieren?

Man hat durch Studien festgestellt, dass die Impfstoffe gegen Covid-19 schützen. Untersuchungen, ob geimpfte Personen mit einer asymptomatischen Infektion andere infizieren können, laufen derzeit. Da es möglich ist, dass das Virus trotz der schützenden Immunität in der Nasenschleimhaut überlebt, müssen geimpfte Personen und jene, die mit ihnen in Kontakt sind, weiterhin schützende Hygienemaßnahmen anwenden.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 01.12.2021

Stichwort Virusvarianten: wirkt die Impfung auch gegen diese?

Das Virus verändert sich laufend. Die Immunantwort durch die Impfung schützt vor den meisten dieser Varianten, auch, wenn der Schutz gegen einzelne Varianten etwas niedriger sein kann.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco; Stand: 01.12.2021

Wie wird die Wirksamkeit der Impfstoffe berechnet??

Die Wirksamkeitsanalyse „Real World“, welche vom „Istituto superiore di sanità“ wöchentlich durchgeführt wird, fußt auf täglich erhobenen Daten aus der Bevölkerung und vergleicht die Häufigkeit der verschiedenen Punkte (Infektion, Erkrankung, Erkrankung mit Hospitalisierung, Erkrankung mit Aufnahme in Intensivtherapie, Todesfall) Geimpfter und Nicht-Geimpfter. Dies bedeutet, das im Unterschied zur reinen Analyse der Laborproben, es dadurch möglich ist, die Komplexität durch Co-Faktoren, die die Impfung beeinflussen, mit zu berücksichtigen, da Werte wie das Auftreten von Varianten oder Änderungen des Verhaltens einberechnet werden. Dadurch wird die Interpretation konkreter.

Diese Analyse speist zwei verschiedene Reports:

Jede Woche wird eine Schätzung erarbeitet, welche auf den verschiedenen Inzidenzen, Krankenhausaufnahmen und Intensivaufnahmen sowie Todesfälle von Geimpften und Ungeimpften basiert, auf  der Grundlage der Daten seit Beginn der Pandemie. Die Ergebnisse des sog. „report esteso“ werden wöchentlich vom „Istituto superiore di sanità“ publiziert.

Regelmäßig wird ein Report zum sog. „Impatto della vaccinazione“ publiziert: Dort wird die Wirksamkeit anhand der Vergleiche zwischen Geimpften und jenen der gleichen Vergleichsgruppe zwischen 0 und 14 Tagen nach der ersten Dosis berechnet. 

Die Ergebnisse werden den zuständigen Stellen zur Verfügung gestellt. Eine aktuelle Ausarbeitung hat z.B. ergeben, dass die Wirksamkeit der Verhinderung einer symptomatischen oder asymptomatischen Infektion bei vollständig geimpften Personen 89% während der vorherrschenden Variante Alpha betrug, während der vorherrschenden Variante Delta beträgt dieser Wert 76%.  

Quelle: Istituto Superiore di Sanità, Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 01.12.2021

Wurden die Impfstoffe ausreichend getestet?
Die Forschung zu den COVID-19-Impfstoffen hat keine Phase der Überprüfung der Wirksamkeit und Sicherheit, welche für die Entwicklung eines neuartigen Medikaments vorgesehen sind, ausgelassen. Im Gegenteil, diese kann auf eine hohe Anzahl von Freiwilligen zurückblicken, rund zehnmal so viel wie es in Vergleichsstudien zu anderen Impfungen der Fall war. Dass die Impfstoffe so rasch entwickelt und zugelassen wurden, ist zum einen den neuen Technologien und den großzügig vorhandenen Ressourcen, die in kürzester Zeit vorhanden waren, zu verdanken, zum anderen auch einem neuartigen Genehmigungsverfahren durch die zuständigen Behörden, welche Schritt für Schritt die Ergebnisse überprüft haben -  im Unterschied zu vorherigen Studien, bei denen diese Genehmigung erst am Ende des gesamten Forschungsprozesses erfolgte.

Quelle: Agenzia italiana del farmaco, Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 10.08.2021

Impfung Covid-19 - Ablauf

Wie wird die Impfung verabreicht?

Pfizer BioNTech: Der Impfstoff muss zuerst verdünnt werden, sodass aus einer Gabe sechs Dosen werden.
Moderna: Der Impfstoff benötigt keine Verdünnung.
Vaxzevria (ex AstraZeneca) und Johnson & Johnson: Auch diese Impfstoffe brauchen keine Verdünnung.
Nuvaxovid (Novavax): Eine Durchstechflasche enthält zehn gebrauchsfertige Dosen, ohne dass sie verdünnt werden müssen. Nach dem Öffnen sind die Dosen 6 Stunden verwendbar.

Alle Impfstoffe werden durch eine Injektion in den Oberarm verabreicht.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 08.04.2022

Wer führt die Impfung durch?

Die Verabreichung muss auf jeden Fall durch geschultes ärztliches und pflegerisches Personal erfolgen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 01.02.2021

Was passiert mit den Impfdosen eines geöffneten Fläschchens, wenn vorgemerkte Personen nicht zum Impftermin erscheinen?

Zur Vermeidung der Verschwendung von Impfdosen werden diese am Ende des Tages, wenn sie nicht konservierbar sind, ausnahmsweise an Personen, die zu diesem Zeitpunkt anwesend sind, verimpft, immer auf der Grundlage der Prioritäten, wie sie vom nationalen Impfplan und nachfolgenden Empfehlungen vorgesehen sind. Das heißt, es können beispielsweise Personen geimpft werden, die in die gleiche Prioritätskategorie fallen bzw. zu Gruppen gehören, die auch bereits zur Impfung zugelassen sind.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 22.03.2021

Wieso sind die Abstände zwischen den beiden Impfdosen je nach Impfung unterschiedlich?

Das hängt einerseits von der Art ab, wie der Körper auf die Impfung reagiert, und andererseits von den Studien. Die Hersteller haben ihren Impfstoff getestet und geben daraufhin die wirkungsvollste Vorgehensweise vor.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 05.02.2021

Wenn man nach der ersten Dosis an Covid-19 erkrankt, erhält man noch eine zweite Dosis? Wie verhält es sich mit dem Green Pass?

Falls Sie sich nach einer Erstimpfung, für deren Abschluss zwei Impfdosen nötig sind, infiziert haben und die Infektion nach mehr als 14 Tagen nach der Verabreichung der Erstdosis erfolgt ist (es zählt das Datum des ersten positiven Tests), erhalten Sie die Bestätigung für den abgeschlossenen Zyklus zusammen mit dem Green Pass für Genesene.

Sollte die Infektion innerhalb von 14 Tagen nach der Erstdosis erfolgt sein, braucht es eine Zweitdosis, welche innerhalb von 180 Tagen nach der Infektion (es zählt das Datum des ersten positiven Tests) durchgeführt werden muss.

Quelle: Gesundheitsministerium, Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 13.08.2021

Wo wird geimpft?

Die Impfung kann in den Impfzentren des Südtiroler Sanitätsbetriebes, in zahlreichen Apotheken und bei den Ärztinnen und Ärzten für Allgemeinmedizin, die die Impfung durchführen, gemacht werden.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 01.06.2021

Kann ich mich auch beim Hausarzt oder Kinderarzt impfen lassen?

Wenn der Hausarzt die Impfaktion unterstützt und berechtigt wurde, im Ambulatorium zu impfen, ist die Impfung beim Hausarzt möglich (ÄrztInnen für Allgemeinmedizin, die die Impfung durchführen).

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 21.06.2021

Was muss man zur Impfung mitbringen?

Bitte bringen Sie einen gültigen Ausweis und Ihre Gesundheitskarte mit. Falls Sie Medikamente nehmen, sollten Sie eine Liste der Medikamente und eventuelle Arztbriefe mitbringen. Wenn möglich, laden Sie auch den Anamnesebogen und die Einverständniserklärung herunter und bringen beides ausgefüllt mit. Sie finden diese Dokumente unter www.coronaschutzimpfung.it (Downloads).

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 18.02.2021

Ich habe vor der Impfung Schmerzmittel eingenommen. Kann ich trotzdem geimpft werden?

Es ist kein Problem, wenn vor der Impfung (auch Tage vorher) Schmerzmittel (z.B. Paracetamol, Ibuprofen) eingenommen werden.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 05.03.2021

Ich nehme eine Vielzahl von Medikamenten. Mit wem kann ich darüber sprechen, ob eine Impfung angebracht ist?

Beim Anamnesegespräch vor der Impfung besteht die Möglichkeit, Fragen zu den Medikamenten zu stellen, die eingenommen werden.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 05.03.2021

Ist es möglich, einige Tage nach der Impfung zur Blutspende zu gehen?

Der Centro Nazionale Sangue gibt folgende Hinweise:
- Personen, die mit abgeschwächten Viren geimpft wurden (z.B. Impfstoffe mit viraler Vektortechnologie oder abgeschwächte Lebendviren), können frühestens 4 Wochen nach der Impfung zur Blutspende zugelassen werden.
- Asymptomatische Personen, die mit inaktivierten Viren, Impfstoffen, die keine lebenden Erreger enthalten, oder rekombinanten Impfstoffen (z.B. mRNA-basierte Impfstoffe oder Proteinuntereinheiten) geimpft wurden, können frühestens 48 Stunden nach der Impfung zur Blutspende zugelassen werden.
Als Vorsichtsmaßnahme können Personen, die nach Verabreichung des Anti-SARS-CoV-2-Impfstoffs Symptome entwickelt haben, frühestens 7 Tage nach vollständigem Abklingen der Symptome zur Blutspende zugelassen werden.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Centro Nazionale Sangue; Stand: 07.07.2021

Wo erhalte ich einen Impfnachweis?

Normalerweise wird der Impfnachweis im Impfzentrum ausgehändigt. Sollte dies nicht der Fall sein, kann er nachträglich beim Hygienedienst des jeweiligen Gesundheitsbezirkes angefordert werden, indem Sie eine Mail an eine der folgenden Adressen schreiben und eine Kopie der eigenen Identitätskarte anhängen: 

- Gesundheitsbezirk Bozen: impfungen.bz@sabes.it
- Gesundheitsbezirk Meran: impfungen.me@sabes.it
- Gesundheitsbezirk Brixen: impfungen.bx@sabes.it
- Gesundheitsbezirk Bruneck: impfungen.bk@sabes.it 

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Infovac; Stand: 13.08.2021

Impfung Covid-19 - Impfplan

Ab wann kann man sich für die vierte Dosis (Auffrischimpfung, „Booster“) vormerken?

In den Impfzentren können Impftermine vorgemerkt werden, und zwar online ab 13. Juli 2022 9:00 Uhr unter https://sanibook.sabes.it/; außerdem gibt es in allen Impfzentren freie Zugänge (ohne Vormerkung). Einige Hausärzte/Apotheken impfen ebenso. Wie bisher, dürfen in den Apotheken nur Personen, die keine Medikamente einnehmen bzw. keine Vorerkrankungen haben, geimpft werden.

Alle Impftermine sind auf der Webseite des Südtiroler Sanitätsbetriebes unter folgendem Link ersichtlich: https://www.coronaschutzimpfung.it/de/impftermine/alle-impftermine.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 13.07.2022

Wie oft muss geimpft werden?

Pfizer BioNtech: Man wird zweimal im Abstand von 21 Tagen geimpft. In besonderen Fällen kann bei der Anamnese der Abstand reduziert werden. Etwa eine Woche nach der zweiten Dosis ist der volle Impfschutz erreicht. 
Moderna: Man wird zweimal im Abstand von 28 Tagen geimpft. In besonderen Fällen kann bei der Anamnese der Abstand reduziert werden. Hier wird der volle Impfschutz zwei Wochen nach der zweiten Dosis erreicht.
Vaxzevria (ex AstraZeneca): Man wird zweimal im Abstand von 3 Monaten geimpft. Der volle Impfschutz ist zwei Wochen nach der zweiten Dosis erreicht. Personen unter 60 Jahren, denen die erste Impfdosis mit Vaxzevria verabreicht wurde, erhalten auf Grundlage des Rundschreibens des italienisches Gesundheitsministeriums vom 11.06.2021 die Zweitimpfung mit einem mRNA Impfstoff.
Johnson & Johnson: Es ist nur eine Impfdosis notwendig und der volle Impfschutz ist zwei Wochen nach der Impfung erreicht.
Nuvaxovid (Novavax): Derzeit sind nur zwei Dosen im Abstand von drei Wochen vorgesehen.

Da die Infektionszahlen steigen, ist eine Auffrischdosis (Booster) 4 Monate nach Beendigung des Impfzyklus sehr wichtig, auch für jene Personen, welche mit dem Impfstoff Janssen nur einmal geimpft wurden.

Für Personen über 60 und Risikopatientinnen und -patienten über 12 wird die Viertdosis (zweite Auffrischimpfung/Booster) empfohlen, falls deren Impfung oder auch letzte Corona-Infektion länger als 120 Tage her ist.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 13.07.2022

Welche Personen sollen nicht geimpft werden?

Bei akuter Erkrankung (Fieber, etc.) sollte die Impfung verschoben werden. Wer früher auf eine Impfung oder auf einen Bestandteil der Impfstoffe allergisch reagiert hat, sollte vor der Impfung seinen/ihren Hausarzt kontaktieren. Bei Personen, die kürzlich an COVID-19 erkrankt waren, ist eine Impfung möglich, es sollten aber drei Monate seit der Erkrankung vergangen sein. Eine Antikörperbestimmung vor der Impfung ist nicht nötig. Chronische Krankheiten oder die Einnahme von Medikamenten sind keine Kontraindikationen für die Impfung. Bei einer Immunschwäche oder einer immunsupprimierenden Behandlung kann die Wirksamkeit der Impfung möglicherweise vermindert sein. Außerdem werden auf Grundlage des Rundschreibens des italienischen Gesundheitsministeriums vom 11.06.2021 Personen unter 60 Jahren die beiden Impfstoffe Vaxzevria und Johnson & Johnson nicht mehr verimpft. Sie erhalten einen mRNA Impfstoff. Das Rundschreiben des italienischen Gesundheitsministeriums vom 18.06.2021 sieht vor, dass in Ausnahmefällen (spezifische Impfkampagne für nicht ansässige Personen, schwer zu erreichende Personen), wenn der Nutzen einer einmaligen Verabreichung offensichtlich ist, der Impfstoff Johnson & Johnson auch an Personen unter 60 Jahren verabreicht werden kann.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 21.06.2021

Soll man vor der Impfung einen Antikörpertest machen, um zu entscheiden, ob man sich impfen lassen soll?

Nein, das ist nicht vorgesehen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 12.01.2021

Sollen sich Menschen mit chronischen Erkrankungen, Diabetes, Tumoren und Herz-Kreislauf-Erkrankungen impfen lassen?

Genau bei diesen Personen ist das Risiko einer schweren Komplikation im Falle einer Covid-19-Erkrankung besonders groß, deshalb werden sie bei der Impfung auch anderen Personengruppen vorgezogen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 08.01.2021

Sollen sich immungeschwächte Menschen oder Menschen mit Autoimmunerkrankungen impfen lassen?

Immungeschwächte Personen und solche mit Autoimmunerkrankungen, bei denen es keine Kontraindikationen gibt, können sich impfen lassen. Eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt/der behandelnden Ärztin ist auf jeden Fall notwendig.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 08.01.2021

Sollen Menschen, die unter Allergien leiden, sich impfen lassen?

Wie bei jeder Impfung sollen Menschen, die unter Allergien leiden, sich bezüglich der Impfung mit ihrem behandelnden Arzt/ihrer behandelnden Ärztin beraten. Menschen, die eine Allergie gegen die im Impfstoff enthaltenen Substanzen haben, müssen sich vor der Impfung unbedingt ärztlich beraten lassen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 08.01.2021

Wann kann man sich impfen lassen?

Alle Impftermine sind auf der vom Südtiroler Sanitätsbetrieb eingerichteten Internetseite www.coronaschutzimpfung.it zu finden.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Stand: 13.01.2022

Ich war an Corona erkrankt. Wie viele Impfdosen benötige ich und in welcher Zeit?

Laut dem Rundschreiben des Gesundheitsministeriums vom 21.07.2021 ist es möglich, eine einzige Impfstoffdosis an jene Personen zu verabreichen (egal, ob symptomatisch oder nicht), welche eine Infektion mit Corona überstanden haben, sofern die Impfung möglichst innerhalb von 6 Monaten und nicht später als 12 Monate nach der Genesung erfolgt.

Die Erkrankung und Genesung muss mit PCR-Test dokumentiert sein, damit das Gesundheitsministerium diese für den Greenpass anerkennt. Antigen-Schnelltests werden zu diesem Zweck nur anerkannt, wenn sie im Zeitraum vom 14.01.2021 und 11.04.2021 gemacht worden sind.

Für Menschen mit primärer oder sekundärer Immunschwäche, bedingt durch pharmakologische Behandlung, gilt weiterhin die Empfehlung, den kompletten Impfzyklus durchzuführen.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Infovac; Stand: 13.08.2021

Wie können sich Personen aus Italien, EU- und Nicht-EU-Ländern, die sich aus Arbeitsgründen in Südtirol dauerhaft aufhalten, hier impfen lassen?

Für Personen im Besitz einer italienischen Steuernummer, die noch nicht im Südtiroler Gesundheitsdienst eingetragen sind, gilt folgendes: Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einem Arbeitsvertrag in Südtirol sind ihre Daten dem Sanitätsbetreib bekannt. Sie können sich direkt online vormerken oder ihre Daten samt Telefonnummer schicken an: infovax@sabes.it 

Nach Eintragung erhalten die gemeldeten Personen an die angegebene Mail-Adresse den Hinweis, sich nun für einem Impftermin ihrer Wahl vormerken zu können oder erhalten telefonisch direkt einen Termin.

 

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 27.08.2021