Auffrischungsimpfungen (Booster)

Die Omikron-Variante gilt als ansteckender als die Delta-Variante und breitet sich rasch aus. Gut geschützt sind jene, die den 1. Impfzyklus abgeschlossen und auch die Auffrisch-Impfung gemacht haben. Die Schutzwirkung der meisten Impfungen lässt mit der Zeit nach, bedingt durch neue Varianten, aber auch durch die Abnahme des Immunschutzes. Das kennt man auch von anderen Impfungen wie z.B. der Zeckenschutzimpfung. Eine Auffrischungsimpfung führt wieder zu einem raschen Anstieg des Schutzes, weshalb diese unbedingt empfohlen wird.

  • Auch für 12-15-Jährige ist die Auffrisch-Impfung möglich.
  • Personen mit Beeinträchtigung des Immunsystems können sich bereits 28 Tage nach dem abgeschlossenen Impfzyklus die Zusatzimpfung holen.
  • Um noch mehr Menschen die Möglichkeit der Auffrisch-Impfung zu geben, wurde der Zeitraum ab der letzten Impfung auf 4 Monate verkürzt (120 Tage).

Erste Auffrischimpfung (dritte Dosis oder „Booster)

Es handelt sich dabei um eine zusätzliche Impfdosis zum Schutz vor Covid-19, welche ab 12 Jahren durchgeführt werden kann. Sie wird auch „Booster“ genannt, weil sie den Immunschutz erneut ankurbelt, welcher normalerweise nach einer gewissen Zeit abnehmen würde. Für diesen Zweck hat das Gesundheitsministerium nur Impfstoffe der mRNA-Gruppe (Pfizer oder Moderna) zugelassen, egal, welcher Impfstoff in der Vergangenheit geimpft wurde. Die Auffrischdosis bedingt innerhalb weniger Tage einen signifikanten Anstieg der Antikörper, damit wird schnell ein sehr guter Schutz wieder gewährleistet.

Je länger die Impfung zurückliegt, desto notwendiger wird eine Auffrischimpfung, diese wird nach 4 Monaten (120 Tagen) ab Abschluss des primären Impfzyklus empfohlen oder, nach einer vorhergehenden Infektion, auch nach Abschluss der zwei abgeschlossenen vorgesehenen Impfdosen.

2. Auffrischimpfung für Ü60-Jährige und Risikopatienten Ü12

Aufgrund der hohen Ansteckungszahlen und der derzeit stark kursierenden Varianten ist Italien den Empfehlungen des ECDC und der EMA gefolgt und ermöglicht nun die zweite Auffrischimpfung („Booster“) für alle Personen über 60 sowie für Risikopatienten über 12.
Mehr Infos finden Sie unter https://www.coronaschutzimpfung.it/de/news/668079
(Stand 13.07.2022)


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ExpertInnen klären auf

Inwiefern spielt unsere Wahrnehmung bei der Impfung eine Rolle? (Dr.in Andrea Rabensteiner)
Was hat das Impfen mit Solidarität zu tun? (Dr. Herbert Heidegger)

Fragen und Antworten

Wieviel kostet die Impfung?

Die Impfung ist kostenlos.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 08.01.2021

Was soll ich tun, wenn Nebenwirkungen auftreten?

Melden Sie aufgetretene Nebenwirkungen bitte an Ihren Arzt/Ihre Ärztin für Allgemeinmedizin bzw. an VigiCOVID.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 03.05.2021

Was muss man zur Impfung mitbringen?

Bitte bringen Sie einen gültigen Ausweis und Ihre Gesundheitskarte mit. Falls Sie Medikamente nehmen, sollten Sie eine Liste der Medikamente und eventuelle Arztbriefe mitbringen. Wenn möglich, laden Sie auch den Anamnesebogen und die Einverständniserklärung herunter und bringen beides ausgefüllt mit. Sie finden diese Dokumente unter www.coronaschutzimpfung.it (Downloads).

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 18.02.2021

Wenn man nach der ersten Dosis an Covid-19 erkrankt, erhält man noch eine zweite Dosis? Wie verhält es sich mit dem Green Pass?

Falls Sie sich nach einer Erstimpfung, für deren Abschluss zwei Impfdosen nötig sind, infiziert haben und die Infektion nach mehr als 14 Tagen nach der Verabreichung der Erstdosis erfolgt ist (es zählt das Datum des ersten positiven Tests), erhalten Sie die Bestätigung für den abgeschlossenen Zyklus zusammen mit dem Green Pass für Genesene.

Sollte die Infektion innerhalb von 14 Tagen nach der Erstdosis erfolgt sein, braucht es eine Zweitdosis, welche innerhalb von 180 Tagen nach der Infektion (es zählt das Datum des ersten positiven Tests) durchgeführt werden muss.

Quelle: Gesundheitsministerium, Südtiroler Sanitätsbetrieb; Stand: 13.08.2021

Infospots

Dr. Roger Pycha ist Primar des Psychiatrischen Dienstes Brixen.
Roger Pycha
Dr.in Doris Gatterer ist Ärztin für Allgemeinmedizin.
Doris Gatterer
Dr.in Silvia Spertini ist Ärztin des Dienstes für Hygiene und öffentliche Gesundheit in Bozen.
Silvia Spertini