Personal der Schulen, Kindergärten, Universität

Um die Bildungseinrichtungen in Sicherheit öffnen zu können, wurde ab Mitte Februar 2021 das Personal der Schulen, Kindergärten, Universität zur Impfung eingeladen.

Für diese Personen ist die Vormerkung eines Impftermins weiterhin möglich. Über die Plattform https://sanibook.sabes.it/ können Termine, die von der prioritären Altersgruppe nicht in Anspruch genommen werden, kurzfristig gebucht werden („Last-minute-Plätze“).


Fragen?

Hier finden Sie die Antworten: coronaschutzimpfung.it/de/faqs

ExpertInnen klären auf

Was muss man zur Impfung mitnehmen? (Dr.in Silvia Spertini)
Wieso sind die Impfstoffe für verschiedene Personengruppen empfohlen? (Dr.in Silvia Spertini)
Kann man, wenn man geimpft ist, auf die Sicherheitsmaßnahmen verzichten? (Dr.in Elke Maria Erne)
Wie funktioniert der Impfstoff von AstraZeneca (Vaxzevria)? (Dr.in Elke Maria Erne)
Inwiefern spielt unsere Wahrnehmung bei der Impfung eine Rolle? (Dr.in Andrea Rabensteiner)
Was passiert, wenn ich mich zwischen der 1 und 2 Dosis mit dem Coronavirus infiziere? (Dr.in Silvia Spertini)

Impfzentren

Fragen und Antworten

Kann man, wenn man sich hat impfen lassen, auf die Sicherheitsmaßnahmen verzichten?

Nein, denn es ist noch nicht bekannt, ob die Impfung nur gegen die Erkrankung schützt oder ob sie auch die Ansteckung anderer Personen verhindern kann. Somit müssen die Hygienemaßnahmen wie Abstand halten und Mund-Nasen-Schutz tragen weiterhin auch von geimpften Personen eingehalten werden.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 01.02.2021

Mit welchen Nebenwirkungen ist zu rechnen?

Die genannten Impfstoffe werden derzeit weltweit an mehrere Millionen Personen verabreicht. Bei einem Teil der Geimpften sind am Tag der Impfung oder in den folgenden ein bis zwei Tagen leichte Nebenwirkungen aufgetreten:
• Schmerzen an der Impfstelle
• Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Muskel- oder Gelenkschmerzen, Schüttelfrost, Fieber.
Die Symptome sind meist mild, in seltenen Fällen etwas ausgeprägter. Nach ein bis drei Tagen sind die Beschwerden vorüber, zur Linderung kann bei Bedarf Paracetamol eingenommen werden.
Generell treten bei den Impfstoffen Pfizer BioNTech und Moderna die Nebenwirkungen eher nach der zweiten Dosis auf, bei Vaxzevria (ex AstraZeneca) eher nach der ersten. 

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 019.02.2021

Wie lange hält der Impfschutz an?

Die Schutzdauer ist noch nicht eindeutig festgelegt, da bis heute die Beobachtungsperiode sehr kurz war. Aber die Kenntnisse zu anderen Arten von Coronaviren deuten darauf hin, dass der Schutz mindestens 9-12 Monate anhalten sollte.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 10.06.2021

Verändert der Impfstoff die DNA?

Pfizer BioNTech und Moderna: Die Boten-RNA aus den Impfstoffen kann unser Erbgut nicht verändern, da dieses im Zellkern geschützt ist und die RNA nicht in den Zellkern eindringen kann. Es handelt sich also nicht um eine Gentherapie.
Vaxzevria (ex AstraZeneca): Auch dieser Vektorimpfstoff verändert menschliche Gene nicht. Der Träger (Vektor) enthält zwar DNA, aber er verfügt nicht über die nötigen Eigenschaften, um sich in menschliches Erbgut integrieren zu können.
Johnson & Johnson: Nein, dieser Impfstoff verändert die DNA in den menschlichen Chromosomen nicht. Die DNA des Vektors ist ein Adenovirus, welches so verändert wurde, dass es sich nicht in den menschlichen Zellen reproduzieren kann. 

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 05.05.2021

Warum soll man sich impfen lassen?

Tatsächlich verläuft COVID-19 etwa bei Kindern und jungen Erwachsenen meist mild. Trotzdem kann es auch in dieser Altersklasse zu schweren Verläufen mit Krankenhausaufenthalt und manchmal auch langer intensivmedizinischer Behandlung kommen. Aber vor allem bei Personen ab 65 Jahren oder Erwachsenen mit Risikofaktoren wie Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, chronischer Herz- oder Lungenerkrankung, Krebs, immunsupprimierender Behandlung nimmt die Wahrscheinlichkeit eines schweren Krankheitsverlaufs zu. Außerdem kann heute noch niemand abschätzen, welche Langzeitfolgen eine Erkrankung mit Covid-19 - auch mit nur leichten Symptomen - haben kann. Die Hinweise verdichten sich, dass es sehr wohl langfristige gesundheitliche Schäden durch eine Covid-19-Erkrankung geben könnte.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 01.02.2021

Infospots

Dr. Roger Pycha ist Primar des Psychiatrischen Dienstes Brixen.
Roger Pycha
Dr.in Silvia Spertini ist Ärztin des Dienstes für Hygiene und öffentliche Gesundheit in Bozen.
Silvia Spertini
Herbert Heidegger ist Primar der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe am Krankenhaus Meran.
Herbert Heidegger