Besonders gefährdete Personen

Das Gesundheitsministerium hat, auf der Grunde von Angaben von Seiten der wissenschaftlichen Gesellschaften, einige Gruppen als „besonders gefährdete Personen“ definiert. Es sind dies Menschen, die bereits an sehr schweren Vorerkrankungen leiden und deren Immunsystem in hohem Maße beeinträchtigt ist. Diesen Patienten/Patientinnen muss prioritär die Corona-Schutzimpfung angeboten werden.

Weil diese Personen, bevor sie einer Impfung zugeführt werden, einer individuellen klinischen Einschätzung bedürfen, wird derzeit in Zusammenarbeit mit den Ärztinnen/Ärzten für Allgemeinmedizin festgelegt, wer in diese Gruppe fällt. Sie werden direkt vom Sanitätsbetrieb kontaktiert.

Gleichzeitig wurde mit der Impfung einiger Patientengruppen begonnen, deren Vormerkung über die behandelnden Fachärzte/Fachärztinnen der Krankenhäuser erfolgt (z.B. Patientinnen und Patienten des onkologischen Day-Hospitals, Dialyse u.a.m.).

Tabelle 1: Besonders gefährdete Personen [PDF]

Auch pflegende Personen und Familienangehörige können geimpft werden.


Fragen?

Hier finden Sie die Antworten: coronaschutzimpfung.it/de/faqs

Impfzentren

Fragen und Antworten

Wie konnten diese Impfstoffe so schnell entwickelt werden?

Dafür gibt es verschiedene Gründe. Einerseits stand viel Geld zur Verfügung. So konnten sehr viele Forscher parallel forschen und deshalb schneller einen Impfstoff entwickeln. Gleichzeitig muss bei anderen Impfstoffen üblicherweise gewartet werden, bis eine gewisse Anzahl an Menschen effektiv erkrankt, um den Impfstoff testen zu können. In einer Pandemie wie dieser, in der Menschen sich ständig infizieren, kann auch schneller getestet werden.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 05.02.2021

Wie lange hält der Impfschutz an?

Die Schutzdauer ist noch nicht eindeutig festgelegt, da bis heute die Beobachtungsperiode sehr kurz war. Aber die Kenntnisse zu anderen Arten von Coronaviren deuten darauf hin, dass der Schutz mindestens 9-12 Monate anhalten sollte.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 10.06.2021

Mit welchen Nebenwirkungen ist zu rechnen?

Die genannten Impfstoffe werden derzeit weltweit an mehrere Millionen Personen verabreicht. Bei einem Teil der Geimpften sind am Tag der Impfung oder in den folgenden ein bis zwei Tagen leichte Nebenwirkungen aufgetreten:
• Schmerzen an der Impfstelle
• Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Muskel- oder Gelenkschmerzen, Schüttelfrost, Fieber.
Die Symptome sind meist mild, in seltenen Fällen etwas ausgeprägter. Nach ein bis drei Tagen sind die Beschwerden vorüber, zur Linderung kann bei Bedarf Paracetamol eingenommen werden.
Generell treten bei den Impfstoffen Pfizer BioNTech und Moderna die Nebenwirkungen eher nach der zweiten Dosis auf, bei Vaxzevria (ex AstraZeneca) eher nach der ersten. 

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 019.02.2021

Ich nehme eine Vielzahl von Medikamenten. Mit wem kann ich darüber sprechen, ob eine Impfung angebracht ist?

Beim Anamnesegespräch vor der Impfung besteht die Möglichkeit, Fragen zu den Medikamenten zu stellen, die eingenommen werden.

Quelle: Südtiroler Sanitätsbetrieb, Agenzia italiana del farmaco, Infovac; Stand: 05.03.2021

Infospot

Dr.in Doris Gatterer ist Ärztin für Allgemeinmedizin.
Doris Gatterer
Irene Platter ist Vorsitzende des Verbands der Pflegedienstleiter der Seniorenwohnheime.
Irene Platter

ExpertInnen klären auf

Was muss man zur Impfung mitnehmen? (Dr.in Silvia Spertini)
Ich bin Risikopatientin. Kann die Impfung meine Krankheit verschlimmern? (Dr.in Andrea Rabensteiner)
An welchen Covid-19 Impfstoffen wird aktuell geforscht? (Dr.in Andrea Rabensteiner)
Bestimmte Gruppen erhalten bestimmte Impfstoffe und früher als andere. Kann das gerecht sein? (Dr. Herbert Heidegger)
Was hat das Impfen mit Solidarität zu tun? (Dr. Herbert Heidegger)